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Warmwasserverbrauch zu hoch?

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die Kosten für Warmwasser bewusst senken können, ohne sich einschränken zu müssen.

Ein Griff zum Warmwasserhahn, aufdrehen und bereits nach kurzer Zeit fließt heißes Wasser. Mittlerweile ist dieser Vorgang für uns selbstverständlich geworden. Somit vergisst man auch schnell, wie viel Energie diese Annehmlichkeit eigentlich verbraucht. Für die Warmwasserbereitung entstehen jährlich erhebliche Kosten (rund 10% der Energiekosten), welche sich durch simple Optionen deutlich senken lassen.

Energiesparen im Haushalt - Warmwasser

Energie sparen beim Wäsche waschen

In der Regel verbraucht eine Waschmaschine pro Waschgang 35 bis 50 Liter Wasser. Dabei macht es keinen Unterschied, wie voll beladen die Maschine ist. Daher sollten Sie das komplette Volumen Ihrer Maschine nutzen. Somit sparen Sie sich auch den einen oder anderen Waschgang mehr. Außerdem brauchen Sie heutzutage Ihre Wäsche nicht mehr bei 90°C zu waschen, womit Sie mindestens 30% an Energieaufwand einsparen können. Bei den heutigen Waschmitteln reichen 60°C voll und ganz aus. Besonders umweltschonend sind Waschgänge auf 30°C oder 40°C. Auch sollten Sie darauf achten, Vorwaschgänge zu vermeiden, da diese zum einen bei neuen Geräten nicht notwendig sind und Sie damit zum anderen 30% der Energiekosten einsparen können.

 

Mittlerweile bieten fast alle gängigen Waschmaschinen-Modelle Energiesparprogramme an. Nutzen Sie diese Programme, auch wenn sie meist eine längere Laufzeit haben, sparen sie einen großen Anteil an Strom und Wasser. Was viele Verbraucher nicht wissen: Schonprogramme – beispielsweise für Wolle oder Feinwäsche – verbrauchen rund das Vierfache mehr an Strom und sogar das Fünffache mehr an Wasser als die herkömmlichen Waschgänge.

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Wasserverbrauch im Badezimmer – auch hier kann man sparen

Auch wenn es eine wohltuende Sache ist sich ein heißes Bad zu gönnen, verbraucht man damit dreimal mehr Strom, als bei einer 5 minütigen, heißen Dusche. Ein Vollbad verbraucht rund 140 bis 180 Liter Warmwasser, wohingegen man durchschnittlich nur 35 Liter pro Duschgang benötigt. Daher sollten Sie darauf achten, Vollbäder zu vermeiden. Natürlich sollten Sie unnötiges Wasser-laufen-lassen, beispielsweise beim Duschen oder Zähne putzen, umgehen.

Ohnehin besteht auch die Möglichkeit, rund 50% des Wasserverbrauchs beim Duschen mittels eines Wassersparduschkopfes zu sparen. Konventionelle Wasserbrausen verbrauchen ca. 18 Liter pro Minute, währenddessen die neuartigen Duschköpfe nur noch zwischen 6 und 9 Liter in der Minute beanspruchen. Das bedeutet: Sie können mit einem Wassersparenden Duschkopf bis zu zwei Drittel Wasser und somit auch Strom für die Warmwasserbereitung sparen.

Energiesparendes Nutzen der Spülmaschine

Für einen energieeffizienten Gebrauch einer Spülmaschine gelten dieselben Tipps wie für den sparsamen Umgang mit einer Waschmaschine. Sie sollten darauf achten, ein sparsames Modell zu erwerben. Diese verbrauchen im Durchschnitt 17 Liter Wasser pro Spülgang. Nutzen Sie die Sparprogramme der Maschine und nutzen Sie die Ladekapazität des Spülers voll aus. Auch hier gilt: zu heißes Geschirrspülen ist umweltbelastend und dank hochwertiger Geschirrreiniger auch nicht mehr nötig. 60°C-Spülgänge sind in der Regel vollkommen ausreichend.

Energiesparen bei Warmwasserbereitung durch Gas oder Solar

Die energieeffizienteste Möglichkeit, Strom für Warmwasserbereitung zu sparen, ist natürlich die Investition in Solarthermie-Anlagen. Schon zwei Quadratmeter Kollektorfläche genügen, um den jährlichen Warmwasserverbrauch einer Person zu 60% zu decken. Außerdem wird bei der Installation einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung für gewöhnlich neben dem schon bestehenden Kaltwasser-Zulauf auch ein Warmwasser-Zulauf im Haus angelegt.

Somit bekommen Sie die Möglichkeit mittels eines Warmwasser-Vorschaltgeräts, welches an die Wasser-Zuläufe vor Waschmaschine und Spülmaschine angeschlossen wird, ideal temperiertes Wasser (ca. 60°C) zu speichern und direkt in die dafür vorgesehenen Maschinen laufen zu lassen. Somit sparen Sie eine beträchtliche Menge an Strom, da die jeweiligen Maschinen keinen Energieaufwand betreiben müssen, um kaltes Wasser für die Wasch- und Spülgänge aufzuwärmen.

Die Option eines Warmwasser-Vorschaltgeräts bietet sich Ihnen auch, wenn Sie ihr Wasser mit Gas erwärmen.