Holzpelletkessel mit innovativer Brennwerttechnik

Eine weitere Innovation in Sachen Energieeffizienz ist die sogenannte Brennwerttechnik. Gekoppelt mit Ihrem bereits vorhandenen Heizsystem erreichen Sie einen Heiz-Nutzwert (Wirkungsgrad) von mehr als 100%. Frei kombinierbar mit Öl- Gas oder auch einer Pelletheizung können Sie Ihre Heizeffizienz um rund 10% steigern.

Wie die Brennwerttechnik funktioniert, was Sie bei einer Investition in eine zusätzliche Brennwert-Anlage alles einkalkulieren müssen und wie die Kombination eines Holzpelletkessels mit Brennwerttechnik Ihr Eigenheim bereichern kann – alle Informationen stellen wir Ihnen hier gerne zur Verfügung.

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Pellet Brennwertkessel - Brennwerttechnik

Allgemein über die Brennwerttechnik

Eine Brennwert-Anlage ist mit einem Wärmetauscher ausgestattet, der die in den Verbrennungsabgasen Ihrer Heizung enthaltene Wärme vor der Ableitung durch den Schornstein abkühlt. Somit kondensiert der Wasserdampfanteil in den Abgasen und die dadurch freigesetzte Wärme wird mit in Ihr Heizsystem eingespeist und zusätzlich zur Wärmeaufbereitung genutzt.

Auch bei Mehrfamilienhäusern lohnt sich die Kombination mit einer Brennwert-Anlage. Bei Neubauten wird eine Brennwert-Kombination in Verbindung mit Wärmepumpe oder Solarthermie immer beliebter. Heizsysteme mit Brennwerttechnik werden zudem insbesondere bei Haussanierungen sehr stark vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert.

In Verbindung mit einer Pellet Brennwertheizung können Sie in einem Mehrfamilienhaushalt bis zu 12% des Brennstoffes einsparen. Dies bedeutet eine jährliche Ersparnis von mehreren 100€ im Jahr.

Funktionsweise eines Holzpelletkessels mit Brennwerttechnik

Die neusten Holzpelletkessel-Modelle auf dem Markt arbeiten halb- und vollautomatisch. Bei halbautomatischen Pelletheizungen muss die Pellet-Zufuhr in den Brennkessel per Hand sichergestellt werden. Das bedeutet, dass bei diesen Modellen der Pellet-Lagerraum in Form von Pellet Tagesbehältern am Kessel angebracht ist. Die vollautomatischen Modelle sind zusätzlich mit einem externen Pellet-Lager ausgestattet. Dabei wird die benötigte Pelletmasse automatisch mittels einer Förderschnecke oder einem Saugsystem direkt in den Brennkessel befördert. Die Pellets im Brennraum des Kessels werden durch eine automatische Zündung entfacht. Auch die zur Verbrennung benötigte Luftzufuhr reguliert das System vollautomatisch.

In Verbindung mit dem Brennwertsystem arbeitet eine Holzpelletheizung noch energieeffizienter, da die Brennwert-Anlage zusätzlich die bei der Verbrennung entstehenden Abgase zur Wärmegewinnung nutzt.

Bevor das warme Abgas durch den Schornstein entweicht, kühlt das Brennwertsystem dieses ab und entzieht ihm Wärmeenergie. Das abgekühlte Rücklaufwasser strömt durch den Wärmeüberträger der Anlage an die Abgasführung. Der Wasserdampf kondensiert. Somit entsteht Kondensierungswärme. Diese Wärme wird mit in das Heizwassersystem für Heizung und Brauchwasser eingespeist. Dieser Vorgang erzeugt einen ca. 10% höheren Heizwirkungsgrad, der zum alleinigen Pelletheizung-Nutzungsgrad addiert wird.

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Natur & Holzpellets

Brennwerttechnik im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit

Das Heizen mit Pellets ist im Vergleich zur Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen sehr viel umweltfreundlicher. Pellets werden aus Holzresten und Sägespänen gepresst und sind in ihrer Verbrennung CO2-neutral. Die moderne Brennwerttechnik arbeitet sehr effizient. In Kombination mit einer beispielsweise Gas- oder Ölheizung wird der Bestand fossiler Brennstoffe geschont.

Bei der Kombination eines Pelletkessel mit Brennwerttechnik wird obendrein noch die Staubemission verringert. Dies kommt hinzu, weil die Abgaswärme mittels der Brennwerttechnik abgefangen wird, bevor sie durch den Schornstein nach Außen gelangen kann. Dies bedeutet eine Verringerung der Abgase und demnach auch eine Reduzierung der Staubemission. Bei diesem Vorgang werden die Abgase herunter gekühlt und durch das Kühlen entsteht Kondensat, welches einen leicht sauren pH-Wert aufweist. Um dieses Kondensat ins Abwasser pumpen zu dürfen, muss bei Heizanlagen die mit Brennwerttechnik ab 200 kW Leistung und bei Öl-Brennwertkessel die mit schwefelhaltigem Öl betrieben werden, eine Neutralisationsanlage eingesetzt werden. Diese Anlage neutralisiert das kondensierte Wasser, damit es – ohne die Umwelt zu belasten – ins Abwasser geleitet werden darf.

Zuständigen Schornsteinfeger finden

Neutralisierungstechnik

Das Kondensat aus schwefelarmen Öl-Brennwertkessel ist leicht säuerlich (in der Regel liegt der pH-Wert zwischen 2,2 und 4,2). Auch bei einem Erdgas-betriebenen Brennwertkessel liegt der pH-Wert bei rund 2,8 bis 4,9. In den meisten Fällen kann auf eine Neutralisierung des Kondensates verzichtet werden. Wenn jedoch eine größere Heizanlage mit höherer Leistung (ab ca. 200kW) in Betrieb ist, wird die zusätzliche Installation einer Neutralisationsbox nach den gesetzlichen Vorschriften zur Einleitung in Vorfluter zur Pflicht. Bei Pelletheizungen in Verbindung mit Brennwerttechnik beinhaltet das dort entstehende Kondensat unverbranntes Teer, Fettsäuren, Kohlenwasserstoffe und Harz, die ebenfalls das Abwasser belasten. Auch in diesem Fall gilt: Im normalen Einfamilienhaushalt ist in der Regel eine Neutralisierung nicht nötig. Nur bei größeren Heizanlagen mit einem höheren Leistungsanspruch wird eine Investition in eine Neutralisationsbox notwendig. Die Box wird zwischen den Kondensat-Ausgang Ihrer Brennwert-Anlage und dem Abwassereingang installiert.

Die Neutralisationsbox beinhaltet alkalisches Granulat, das meist aus natürlichen Stoffen, wie beispielsweise Kalkstein oder Marmor besteht. Diese Box muss einmal im Jahr überprüft und das Granulat ggf. ausgetauscht werden.

Weitere Voraussetzung für die Nutzung einer Brennwert-Anlage ist die Montage säurebeständiger Entwässerungsrohre. Hierfür gibt es diverse Variationen:

  • kunststoffbeschichtete Stahlrohre
  • innen beschichtete Gussrohre
  • Polypropylen-Rohre
  • PVC-Rohre

Diese Rohr-Varianten liegen in etwa in der gleichen Preisklasse.

Wann bei Ihnen die Investition einer Neutralisationsanlage nötig ist, weiß Ihr persönlicher Heizungsfachmann.

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Vor- und Nachteile der allgemeinen Brennwerttechnik im Überblick

Vorteile einer Brennwert-Anlage

  • Die innovative Brennwerttechnik ist mit jedem gängigen Heizsystem einsetzbar (Gas-, Kohle-, Erdöl- oder Holzpelletheizung).
  • Ein Heizsystem mit Brennwerttechnik ist frei kombinierbar mit energieeffizienten Wärmeerzeuger wie einer Solarthermie-Anlage oder einer Wärmepumpe.
  • Für eine Brennwert-Anlage, zusätzlich zu Ihrem bestehenden Heizsystem, benötigen Sie wenig Platz und die Installation ist sehr einfach.
  • Mit einer Brennwert-Anlage steigern Sie den Nutzungsgrad Ihrer Heizung um ca. 10%.
  • Mit der effizienten Brennwerttechnik unterstützen Sie die Umwelt durch die geringere CO2-Emission.
  • Sie können einen erheblichen Teil (bis zu mehrere hundert Euro im Jahr) an Brennstoff für Ihre Heizung sparen, wenn diese mit Brennwerttechnik gekoppelt ist. Die entlastet nebenbei auch die Umwelt.

Nachteile einer Brennwert-Anlage

  • Bei der Verwertung der Abgaswärme entsteht säurehaltiges Kondensat. Dieses muss ab einer bestimmten Leistung der Heizanlage neutralisiert werden. Hierzu ist die Installation einer Neutralisierungs-Box von Nöten
  • Bei der Nutzung einer konventionellen Heizanlage mit Brennwerttechnik, wie Erdöl, Kohle oder Erdgas, wird die Umwelt belastet, da diese fossilen Brennstoffe nicht nachhaltig sind.

Vor- und Nachteile der Pelletheizung mit Brennwerttechnik

Ihre Vorteile mit einem Holzpelletkessel mit Brennwerttechnik

  • Pellets als Brennstoff sind durchschnittlich zu einem Drittel günstiger als Gas oder Erdöl
  • Die Verbrennung von Pellets ist CO2-neutral.
  • Bequeme Handhabung bei einer vollautomatischen Pelletheizung. Im Fall einer halbautomatischen Pelletheizung erfolgt die Pelletbeladung per Hand.

Nachteile eines Holzpelletkessels mit Brennwerttechnik

  • Die Anschaffung einer Pelletheizung ist teurer als bei konventionellen Heizungen.
  • Sie müssen viel Platz für eine Pelletheizung einkalkulieren. Benötigt werden: Ein Aufstellraum und gegebenenfalls ein separater Pelletlagerraum (falls der Aufstellraum zu klein ist).
  • Bei einer Pelletheizung ist die regelmäßige Aschenentsorgung (in Abständen von mehreren Wochen) per Hand notwendig.
  • Die Installation eines Pellet-Fördersystems, wie einer Förderschnecke oder einem Saugsystem kommt noch dazu.
  • Außerdem braucht eine Pelletheizung eine externe Luftzufuhr.

Der Fachmann hilft Ihnen

Lassen Sie sich bei der Planung vom Pelletheizungsfachmann helfen. Ihr Fachbetrieb nimmt in der Regel alle Daten für Sie auf und ermittelt mögliche Anlagenvarianten und Alternativen. Lassen Sie sich ruhig mehrere unterschiedliche Angebote erstellen.

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Ab wann lohnt sich ein Holzpelletkessel mit Brennwerttechnik

Die Investition in einen Holzpelletkessel mit Brennwerttechnik rechnet sich trotz hoher Anschaffungskosten bei Mehrfamilienhäuser schon nach ca. 5 bis 7 Jahren. Bei Einfamilienhäuser rechnet sich diese Investition nach rund 10 Jahren. In Gebäuden mit hohen Verbräuchen, können diese circa-Amortisationszeiten noch unterschritten werden.

Der jährliche Brennstoffverbrauch bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² und einem Gesamtenergiebedarf von 80 Kilowatt pro Quadratmeter liegt im Durchschnitt bei etwa 2,45 Tonnen Pellets. Beim Einsatz einer Brennwertheizung liegt der Verbrauch dann etwa bei 2,21 Tonnen Pellets.

Bei der Planung einer Pelletheizung mit Brennwerttechnik müssen Sie vor allem den Platzbedarf einkalkulieren. In der Regel benötigen Sie nicht nur einen Aufstellraum für die Heizungsanlage selbst, sondern auch noch einen externen Raum für die Pelletlagerung. Wie groß der Lagerraum sein muss, hängt von Ihrem jährlichen Heizwärmebedarf und der daraus geschätzten Menge an benötigten Pellets ab. Wenn Sie einen großen Aufstellraum zur Verfügung haben, können Sie auch diesen mitunter für die Pelletlagerung nutzen.

Auch ist es sehr sinnvoll Ihren Schornsteinfeger in die Installationsplanungen mit einzubeziehen.

Anhand der zusätzlichen Nutzung einer Brennwert-Anlage muss Ihr Schornstein aufgewertet werden. Da mittels der Brennwert-Anlage die entstehenden Verbrennungs-Abgase runter gekühlt werden, sammelt sich Kondensat, dass einen sauren pH-Wert hat. Auf Dauer beschädigt das säuerliche Kondensat die Schornsteininnenwände. Zur Aufwertung Ihres Schornsteins gibt es zwei Varianten:

  • Ausstattung mit Edelstahlrohren: Edelstahl ist etwas teurer und nicht so flexibel wie Kunststoff. Jedoch ist Edelstahl wetter- und witterungsbeständig und somit länger haltbar
  • Ausstattung mit Kunststoffrohren: Kostengünstiger als Edelstahl. Bei Windungen im Schornstein ist es besser geeignet, da es ein flexibleres Material ist. Jedoch ist Kunststoff nicht so gut für den Außenbereich geeignet, da es bei starker Witterung auf Dauer schnell spröde wird.

Falls Sie Ihre alte Ölheizung durch eine Pelletheizung mit Brennwerttechnik austauschen möchten oder Ihre bestehende Ölheizung mit einer Brennwert-Anlage bereichern wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie vor der Inbetriebnahme der Brennwertheizung Ihren Schornstein säubern lassen und ihn durch Edelstahl-/ Kunststoffrohre aufrüsten. Die Abgase einer Ölheizung hinterlassen Schwefel im Schornstein. In Verbindung von Schwefel mit dem sauren Brennwert-Kondensat entsteht hoch aggressive Schwefelsäure, die sich ganz schnell durch die Innenwände Ihres Schornsteins frisst und sie zerstört.

Hersteller – Pelletkessel mit Brennwerttechnik

HerstellerTyp
Fröling Heizkessel- und Behälterbau Ges.m.b.H.P4 Pellet 8 Brennwert,
P4 Pellet 15 Brennwert,
P4 Pellet 20 Brennwert,
P4 Pellet 25 Brennwert
ÖkoFEN Forschungs- und Entwicklungs Ges.m.b.HPellematic Smart 08(WT),
Pellematic Smart 08 (WT),
Pellematic PE(S) 12,
Pellematic PE(S) 15,
Pellematic PE(S) 20,
Pellematic PE(S) 25,
Pellematic PE(S) 32

Kosten und Installation

Der Kostenaufwand einer Brennwert-Anlage liegt im unteren Mittelfeld. Nahezu jeder Heizungstyp ist mit einer Brennwert-Pelletkessel kombinierbar. Wobei die Anschaffung einer Öl- oder Gasheizung kostengünstiger ist als die Investition in eine Wärmepumpe oder einer Pelletheizung.

Im Durchschnitt kann man für eine Pelletheizung mit Montage bei einem Einfamilienhaus (ca. 150m²) in etwa mit folgenden Kosten rechnen:

  • Vollautomatischer Holzpelletkessel mit Pelletlagerraum, Pufferspeicher und automatischer Pelletzufuhr-System: ca. 15,000
  • Elektronikinstallation: 500€

 

Der Aufpreis für die Brennwerttechnik liegt zusätzlich bei ca. 1.500€.

Dies sind grobe Richtwerte.

Für Ihre individuelle Pelletheizung mit Brennwerttechnik sollten Sie sich ein Angebot von Ihrem Fachmann kalkulieren lassen.

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Förderung

Durch die im April 15 angehobenen Förderungen für erneuerbare Energien, kann man auch mit der Investition in ein Heizsystem mit Brennwerttechnik erhöhte Fördergelder von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) erhalten.

Somit kann man mit der Investition in Brennwerttechnik in Neubauten mit bis zu 3.500 € gefördert werden. Wenn die alte Heizungsanlage durch eine neue mit Brennwerttechnik ersetzt und das Haus neu saniert wird, erhält man sogar bis zu 5.250 € vom BAFA.

Staatliche Zuschüsse vom BAFA für eine Pelletheizung
FörderungHeizungs-
modernisierung
im Gebäude-
bestand
Heizungs-
und Gebäude-
modernisierung
auf KfW-55
Standard
Pelletkessel mit Pufferspeicher3,500 € - 5 kW bis 43,7 kW €5.250 €
Pelletkessel mit Pufferspeicher und Solar4.000 €5.750 €
Pelletkessel mit Brennwerttechnik & Pufferspeicher5.250 €7.875 €
Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pufferspeicher und Solar5.750 €8.375 €