Leitfaden zur Planung einer Pelletheizung

Da eine Pelletheizung nicht für jedes Haus sinnvoll ist, müssen vorab einige Daten zusammengetragen werden.

Welche Anforderungen sollte Ihr Gebäude erfüllen?

Hierfür möchten wir Ihnen hier einige Punkte in Form einer Checkliste an die Hand geben und Ihnen die in unserem Leitfaden vorgegebenen Planungsschritte deutlich machen.

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Planung einer Pelletheizung

1. Welche Daten brauchen Sie

Welche Daten sollten zusammentragen werden um herauszufinden, ob eine Pelletheizung für Ihre Situation geeignet ist? Hier eine Checkliste die Ihnen weiterhilft!

Gehen Sie gewissenhaft Punkt für Punkt durch.

  • Anzahl der Bewohner im Gebäude
  • Quadratmeter Nutzfläche und beheizte Wohnfläche?
  • Anzahl der Bäder, WCs, Duschen und Küchen und die Anzahl der Badewannen im Haus.
  • Details zur Gebäudehülle inkl. des U-Wertes für:
    • Mauerwerk
    • Putz
    • Fenster
    • Türen
    • Dach
    • Kellerdecke
    • Kellerboden
  • Infos zu Isolation der Zwischendecken
  • Bei bestehenden Gebäuden ist der vorherige Verbrauch ein sehr wichtiger Anhaltspunkt.
  • Bei Neubauten bekommt man die Ermittlung dieser Daten vom Architekten oder vom Energieberater abgenommen. Im Energiepass steht dann alles was man wissen muss.
  • Platzverhältnisse im Heizraum und im (evt.) Pelletlagerraum
  • Ist der vorgesehene Pelletlagerraum zu 100% trocken?
Planung einer Pelletheizung

2. Ist Ihr Haus für eine Pelletheizung geeignet?

(Leistungs-) Dimensionierung

Wichtig beim Einsatz einer Pelletheizung ist, dass sowohl die Leistungsgröße des Pelletkessels, als auch das hydraulische Konzept der Heizungsanlage wirklich auf die Erfordernisse des Gebäudes abgestimmt sind.
Im Grunde ist die Pelletheizung ein echter „Allrounder“. Pelletheizungen eignen sich für Neubauten und bestehende Gebäude. Für Fußbodenheizungen und alle Arten von Heizkörpern. Pelletkessel gibt es für beinahe jede Situation. Selbst wenn der Platz im Gebäude nicht für eine Pelletheizung und ein Pelletlager ausreicht, bietet die Technik der Pelletlagerung Alternativen wie Außensilos und Erdtanks.
Im Falle eines Neubaus ist eine Wärmebedarfsberechnung ohnehin unumgänglich, aber selbst bei älteren Häusern empfiehlt sich eine genaue Berechnung!

Der Fachmann hilft Ihnen

Lassen Sie sich bei der Planung vom Pelletheizungsfachmann helfen. Ihr Fachbetrieb nimmt in der Regel alle Daten für Sie auf und ermittelt mögliche Anlagenvarianten und Alternativen. Lassen Sie sich ruhig mehrere unterschiedliche Angebote erstellen.

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3. Pufferspeicher und hydraulisches Konzept

Wenn der genaue Wärmebedarf feststeht und die Heizlast berechnet ist, kommt es weiter auf das hydraulische Konzept an. Auch wenn Pelletkessel modulierend arbeiten (sich der momentan benötigten Leistung stufenlos anpassen), ist der Einsatz eines intelligenten Pufferspeichers in jedem Fall zu empfehlen. Wenn man mit seiner Heizungsanlage den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts gerecht werden will, sollte man sich zumindest die Möglichkeit einer thermischen Solaranlage offenhalten. Mit einem durchdachten (Schichten-)Pufferspeicher mit integriertem Solarwärmetauscher, ist kein Cent zu viel investiert und man hält sich alle Möglichkeiten offen.

Speichertechnik

4. Größe des Pelletkessels

Der Pelletkessel selbst benötigt min. genauso viel Platz wie eine alte Gas- oder Ölheizung, eher sogar ein Stück mehr. Hinzu kommt die Pelletlagerung und es muss bedacht werden, dass ein Fördersystem den Raum zusätzlich einschränkt.

Hydraulisches Schema eines Schichten-Pufferspeichers mit einem wasserführenden Pelletofen

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Pelletkessel, Pellets Förderschnecke & Pelletlager

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5. Pelletlagerung

  • Der Platzbedarf für die Lagerung von Holzpellets ist vergleichbar mit dem eines Öltankraums. Wie man die nötige Größe im Detail berechnen kann, lernen Sie an anderer Stelle. Das Pelletlager sollte neben dem Aufstellraum des Pelletkessels gelegen sein. Ist es weiter entfernt, entfällt die Möglichkeit einer Pellet-Förderschnecke und ein Saugsystem wird zwingend notwendig. Im Allgemeinen gilt, je näher das Pelletlager am Kessel ist, desto geringer sind sowohl laufende Kosten, als auch Anschaffungskosten.
  • Optimaler Weise sollte die Größe des Pelletlagers min. so ausgelegt und gewählt sein, dass es 1,3 bis 1,5 Jahre hält, ohne das getankt werden muss, also 130-150% des Pelletjahresbedarfs. Angesetzt werden hier meist pro Kilowattstunde an Heizlast mindestens 0,9 Kubikmeter Lagervolumen.
  • Ein Pelletlager lässt sich bei Platzmangel aber nicht nur im Haus, sondern auch im Außenbereich realisieren. Hierfür gibt es Pelletsilos und Erdtanks. Das Pelletlager sollte aber unbedingt groß genug sein und es ist auch im Außenbereich auf die Nähe zum Heizraum zu achten. Ferner haben Pellet-Silo-Lastwagen meist nur eine Schlauchlänge bis zu 30 Metern. Daher sollte der Pelletlagerraum auch dahingehend, auf Erreichbarkeit von der Straße aus geprüft werden.
  • Besonders wichtig beim Einsatz von Holzpellets ist die trockene Lagerung, da die Restfeuchte die Verbrennungseigenschaften der Holzpellets beeinflusst.
  • Der Schornstein muss feuchteunempfindlich und rußbeständig sein. Je nachdem welche Leistung ein Pelletkessel hat, kann die Anforderung an den Schornsteinquerschnitt unterschiedlich sein. Schornsteine die zu klein sind, können hier aber das weitaus größere Problem darstellen. Ein zu großer Schornstein lässt sich mit einem Innenrohr sanieren. In der Regel sollte ein Querschnitt von 150 mm eine gute Ausgangssituation sein.
  • Bezüglich der Zuluft des Heizungsraums, sollte man den Schornsteinfeger konsultieren oder den Heizungsfachmann befragen.
Pelletlagerung

6. Fördermittel für eine Pelletheizung

Vor der Anschaffung einer Pelletheizung, sollte man bei verschiedenen Anlaufstellen die Möglichkeit einer Förderung prüfen.
Die Anlaufstellen sind:

  • BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
  • KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
  • Kommunen
  • Kreis

Förderung in Form einer günstigen Finanzierung durch die KfW

Die KfW hat unterschiedliche Förderprogramme. Es handelt sich hier um Finanzierungen zu Sonderkonditionen. Infos erhalten Sie hier durch Ihre Hausbank, dort lässt sich dann auch ein Antrag stellen.

Einmal Förderbeträge vom BAFA

Die KfW hat unterschiedliche Förderprogramme. Es handelt sich hier um Finanzierungen zu Sonderkonditionen. Infos erhalten Sie hier durch Ihre Hausbank, dort lässt sich dann auch ein Antrag stellen.

Förderung
Staatliche Zuschüsse vom BAFA für eine Pelletheizung
FörderungHeizungs-
modernisierung
im Gebäude-
bestand
Heizungs-
und Gebäude-
modernisierung
auf KfW-55
Standard
Pelletkessel mit Pufferspeicher3.500 €5.250 €
Pelletkessel mit Pufferspeicher und Solar4.000 €5.750 €
Pelletkessel mit Brennwerttechnik & Pufferspeicher5.250 €7.875 €
Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pufferspeicher und Solar5.750 €8.375 €
Grauer HintergrundUnsere Tools werden Ihnen helfenPelletverbrauch RechnerBrennstoff Tiefpreis ErinnerungPelletkessel VergleichPelletkessel KonfiguratorAngebotsserviceTextbild Pelletverbrauch RechnerTextbild Brennstoff Tiefpreis ErinnerungTextbild Pelletkessel VergleichTextbild Pelletkessel KonfiguratorTextbild AngebotsserviceWir freuen uns über Ideen und Verbesserungsvorschläge

7. Anschaffungskosten bei einer Pelletheizung

Die Anschaffungskosten für einen Pelletkessel im Jahr 2017 liegen bei 3.000 – 12.000 €, hinzu kommen Rohre, Fittings, Armaturen, Speicher, Pelletlager, eine eventuelle Schornsteinsanierung und die Montagekosten so dass mit Gesamt-Preisen für eine Pelletheizung von circa 12.000 bis 23.000 € zu rechnen ist.

Anschaffungskosten
Laufende Kosten
Wirtschaftlichkeit